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Archiv für Mai, 2011

Totaler Datencrash – Die Folgen

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Hallo,

jetzt hats mich auch mal mit einem Datencrash erwischt. Allerdings war dieser äußerst schmerzhaft.
Vorgeschichte: Normalerweise werden in regelmäßigen Abständen Backups gemacht. Dies tat auch ich. Vor ca. 2 Wochen habe ich mein System neu aufgesetzt. Eigentlich bin ich von Windows mal wieder zu Linux gewechslet, dies geschiet bei mir so alle 3-4 Monate. Wenn mich das eine wieder geärgert hat, hat das andere seine Chance sich zu beweisen. Gut, alle Daten wurden gesichert, auf der Backup Platte. System neu aufgesetzt und nach und nach die Daten rüberkopiert, die mach braucht. Allerdings wurden in den 2 Wochen so gut wie keine alten Datensätze gebraucht. Wie dem auch sei.
Heute passierte der SuperGAU: Die Backupplatte hat es erwischt. 500GB voll mit vertvollem Wissen aus über 12 Jahren PC Zeit. Darunter Dokumente, die ich damals mit einer DSL 1000 Leitung schweißtreibend geladen hatte, Daten die es heute nicht mehr im Internet gibt, zumindest habe ich vor ein paar Jahren mal danach gesucht, aber nciht wieder gefunden. Persöhnliche Dateien, die akutell sich auf mein Studentisches Leben beziehen, wie z.B. die Imaktrikulationsbescheinigung etc.

Was lernt man daraus? Erstmal: Backup ist sinnlos. Die Backupplatte kann auch kaputt gehen und dann steht man mit ganz leeren Händen da. – MOMENT!! So schnell noch nicht, Backups sind doch sinnvoll, man muss nur schauen, dass es genügend Abbilder gibt. Bei großen Rechenzentren, vielen Servern, vereinzelt auch in PCs werden dafür sogenannte RAIDs eingesetzt. Einfach erklärt: Mindestens zwei Festplatten beinhalten genau den gleichen Inhalt. Fällt eine aus, ist die andere immernoch da. Die eine kann teilweise ausfallen, oder ganz, dem RAID ist das egal. Das nimmt die Daten, von dort es sich „noch“ bekommt. Noch ein Vorteil eines RAIDs: Der Datendruchsatz ist viel größer. Aber gut, für privat sind 25MB/s locker aussreichen und jede bessere USB HDD packt das mit links.

Damit kein Datencrash mehr passiert, muss ich jetzt wohl ein RAID aufbauen. Ideal, und für mich reicht es, wäre ein RAID 1. Mindestens zweit Platten, die einfach beide genau identisch sind. Das ganze Netzwerkfähig, und somit von überall zu erreichen.
Weiteres können, was die Kiste soll, bzw. was per Software realisiert werden soll:
Drei Arten von Ordnern:
– Persöhnlicher Ordner, auf dem nur der User selber Zugriff hat.
– Gemeinsamer Ordner, auf den jeder zugreifen kann.
– Persöhnlicher Ordner, der gespiegelt wird, auf den jeweiligen Rechner.

Im Klartext so zu verstehen: Daten, die ich ständig brauche, oder an vielen Orten der Welt benötige, kommen in den gespiegelten Ordner. Sind immer auf der eigenen HDD gespeichert und sind „offline“ verfügbar. Der Persöhnliche Ordner, der nicht gespiegelt wird, steht nur zur Verfügung, wenn man Verbindung zum RAID hat. Wenn rechner „offline“ sind auch die Daten nicht verfügbar. Dort kommen dann Daten rein wie Filme, Software etc. Gemeinsamer Ordner. Steht auch nur zur Verfügung, wenn man Online ist. Hat jeder Zugriff drauf. Da kommen dann auch Filme, Software, Bilder etc. halt des was man teilen möchte rein.

So seit zwei Tagen bin ich dabei, mir für meinen Rechner einen online Storage einzurichten. Blöder Zufall aber auch. Wollte die Daten somit auf mehren Rechnern Synchroniseren und mir Weltweit verfügbar machen. So das soll dann auch gleich mit auf dem RAID integriert werden.

Speicherbedarfsberechnung:
Daten, die persönlich sind: ca. 10GB
Daten, die persöhnlich sind und nicht synchronisiert werden müssen: ca. 200GB
Daten, die für alle sind: ca. 500-1000 GB

Hier im Haus sind 4 Personen. 4x210GB (persöhnlich, egal ob synchronisiert oder nicht) + 1000 GB = 1840 GB => 2TB

Im Klartext heißt das, dass ich ein System brauche, dass 4 TB Daten aufnehmen kann, dazu noch Netzwerkfähig ist. Da rechnet sich schon ein kleiner privater Server. Ein NAS, welches RAID fähig ist, kostet allein schon 100€. Da hat man aber nur ein Gehäuse, noch keine Platten. Für 100€ bekommt man bereits kleine Server.
Kostenpunkt des kompletten Systems: ca. 400€. Nen Haufen Geld, dafür aber Datenredundanz.

Gruß
Michael

PS: Heute ist Freitag der 13. Super Datum. Da soll mir noch mal einer sagen, dass dieser Tag KEIN Unglück bringt.

Geschrieben vom michael @die-frickler.org

am 13. Mai 2011 um 22:12 Uhr