Die-Frickler.org

Wir haben Zweigstellen in jeder Nervenheilanstalt!



Silvester 2010

Keine Antwort

Mehr oder wenig durch Zufall war ich auch am MiniTreffen in München dabei.

Sebastian der von Censer eingeladen war, hatte ein Problem: Kein Auto zu Verfügung. So wurde ich also kurzerhand mehr oder weniger auch eingeladen, damit es einen Fahrer gab.

Am Tag nach der Einladung von mir, hatte Sebastian die Idee, man könnte doch auch die Raketen, nicht wie sonst, Rakete in Flasche, anzünden und abdiepost, sondern mal per Abschusswinkelverstellung, und Drehung abschießen. Am gleichen Tag wurden dann noch in der Schule, dank mehre Freistunden, Pläne entworfen. Am Nachmittag habe ich dann das Zeug zuhause zusammengesucht und einfach mal drauf losgebaut.

Innerhalb einer Stunde hatte ich schon die ersten Probleme: Die Schrauben sind zu lang oder zu kurz, das Holz splitterte beim bohren, und, das größte Problem: Mir war der Heißkleber ausgegangen. Ich dachte noch ich hätte eine ganze Packung, jedoch war es nur noch der leere Karton. 5min Später war wieder genug da, da der Nachbar noch ein paar Stangen hatte.

An dem Abend war so ziemlich fast 90% der Rampe fertig. 3 Bein und Zünder fehlten noch.

Die Zündung war ein neues Problem: Wir wollen uns doch an Gesetzte halten. So wurden die nächsten 2-3 Tage Paragraphen gewälzt und wir kamen zu dem Entschluss: Wir dürfen an der Rakete nichts anbringen. El. Zünden ist auch Verboten. Also noch einmal ein Tag damit verbracht um genaueres zu diesen E-Zündern zu finden. Dabei wurde festgestellt, dass die besagten E-Zünder direkt an die Zündschnur angebracht werden. Okay, das hilft uns ja weiter. Wenn wir einen Zünder haben, der nicht an der Zündschnur befestigt wird, passt es ja. Gut das wir mehr oder weniger alle aus der HV Szene hervorgehen. Somit war es kein Problem die Luft so heiß werden zu lassen, dass Zündschnüre einfach sich entzünden. Ein Lichtbogen ließ die Luft dafür heiß werden.

So am nächsten Tag wurde dann alles Verkabelt und noch einmal getestet. Datum war der 30.12.2009. Getestet kann man nicht sagen, ich habe mich darauf verlassen, dass der Zünder gehen würde.

31.12.2009, 16:30Uhr: Das Auto ist gepackt, halbe Stunde Fahrzeit, das Auto ist voll. Okay, alle Leute sind an Bord, die Fahrt ging auf die Autobahn. Autobahn Dreieck A8/A99 in München: Ein Anruf: Wir sind in ca. 15 Minuten da. 10 Minuten Später: Verlassen der Autobahn auf die B13. 5 Minuten Später: Shit alles zugeparkt. 1 Min Später: Doch da ist noch ein Parkplatz. Kiste abgestellt, zwei Personen mit Laptops sprangen aus dem Auto. Klingelten im Dunkeln bei Hausnummer 12 an. Nichts. Absolute Ruhe. Noch einmal. Wieder nichts. Dann kam der Anruf. „Du mach mal die Tür auf wir sind da.“ Ruhe. Dann ging die Tür auf. Ein Lichtblitz und der Öffner war halb blind. Erst mal rein ins warme, Schuhe ausziehen, und den anderen 4en Guten Tag bzw. Guten Abend sagen.

Dann wurden erst mal insgesamt 7 oder 8 Laptops gestartet. Wie viele weiß ich nicht mehr, es wurde nur festgestellt, dass mehr Laptops als Personen im Raum waren. Um ca. 22:00Uhr ging es dann wieder nach draußen. Wieder zum Auto. Doch diesmal wurde die Rampe nun hervorgeholt. Nach weiteren 5 Minuten war die erste Rakete bereit zur Anfeuerung. Also Rampe ausgerichtet. Leicht gezielt. Okay, das muss noch mal gemacht werden. Das Teil sah so stylisch aus. Noch mal alles auf null. Also Rampe hochfahren lassen. Shit falscher Knopf, die Lunte brennt. Warum dreht der Motor so langsam. Nein die Rakete hebt ab. Sie steift den Baum. Bähmmmm. Keine 5m in der Luft im Waagrechten Flug explodierte sie im Garten eines dem Park angrenzenden Hauses. Juhu die Zündung geht. Aber das hätte auch ins Auge gehen können.

Der Aufbau der Rampe

Die Rampe selber. Lösen der Verkabelung.

Fast alles vertig. Nur noch die letzten Verschaubungen anziehen, Rakte rein und feuer.

Ups, das ging beinahe ins Auge.

Die Rauch und Schmauch Spuren des guten Stücks. (So ne Rakte macht ordentlich Dreck)

Dann ging’s auf die andere Seite des Parks. Ein weiterer Test. Es fluppte wie geschmiert.

Nun im Park selber. In voller Pracht, aber unbestückt.

Bestückung. Man kann die Schutzkappen gut erkennen.

Dann kam der erste Film. Vollbestückung, aber mit Schutzkappen der Zündschnüre, bis auf eine. Die Rampe fährt hoch, die HV Zündung wird getriggert. Zisch, rauch. Bummm. Es geht, wie geschmiert.

Alles wieder zusammengepackt und in die Garage getragen. Nun sollten die Kondensatoren ihr Können zeigen. Nach ca. 15min war es aufgebaut. 5 Bleiakkus versorgten das Gerät mit Saft. Doch die Lade ZVS machte bei 800V schlapp. Also Entladung. „Plöp“. Mehr nicht. Auch andere Dioden brachten nichts, außer dass sie danach Kaputt waren. Kurze Zeit später, nach dem noch ein 4. Akku zum Laden der Kondensatoren dazu kam, hat der Trafo gemeint, er könnte mal eben die Befestigung Kabelbinder lösen. Naja, Problem gefunden, der ZVS-Trafo heizte den Blechkoffer, in dem er war so stark auf, dass die Kabelbinder schmolzen. Also Trafo aus dem Koffer und noch mal: Es ging um einiges schneller als zuvor. Doch neues Problem: Es krachte und roch nach Fischmarkt. Einer der Primärschwingkreiskondensatoren der ZVS löste sich auf, und verabschiedete sich mit der Preisgabe seines Innenlebens, dem Rauch, in den Bauteilhimmel. Doch die Spannung in den Kondensatoren betrug 1000V. Entladung. „Päm“. Der war schon lauter. Ohne Ohrenschützer ca. 10sec Tinitus. Mehr auch nicht.

Na gut, mittlerweile war es halb 12. Wieder wurden alle Sachen gepackt. Und es ging in den Park. Dort wieder alles aufgebaut, den Raketenwerfer voll bestückt, aber diesmal scharf. Die anderen krachten mit Chinaböllern und Schweizerkrachern umeinander.

Mitternacht. Der Sekt wurde geköpft, und getrunken. Was eigentlich sonst? 🙂

letze Prüfung ob alles passt. (Der Blick sag alles aus 🙂 )

Die Zündschnur brennt, es geht los.

Kurz nach Mitternacht erklommen dann die Raketen den Himmel. Leider gibt es dazu keinen Film. 🙁 Die 10 Raketen sind wundervoll gestartet. Im weniger als 1sec Takt. Das muss erst mal einer nachmachen. Die zweite Ladung war nicht mehr ganz so perfekt. 4 Mehr oder weniger Störrische Raketen gab es, die aber dann doch starteten.

Naja, es war schon spät, da wurde eine Spielplatzhütte als Ziel ausgemacht. Eine Rakete geladen, Rampe ausgerichtet. Feuer. Mist drüber. Dafür war die Straße dahinter dann kurz ziemlich gut beleuchtet. Die Höhe der Rakete betrug dabei ca. 10m.

Bähhh, so nen Dreck. Muss ja so sein. Raketen sind halt eben Dreckig.

Gut, dann ging es wieder zurück zu Hausnummer 12, es war glaub so ca. 1Uhr.

Dort angekommen, gab es Krapfen und Plätzchen. Es wurde über die Schule, besonders über Lehrer diskutiert und geredet. Jeder wusste etwas zu berichten. Danach ging es dann zum Film schauen. Ich weiß nicht mehr wie der Film hieß, es war auf jeden Fall so ein Schwachsinn, dass wir mehr oder weniger alle über diesen Film lachten. Dieser Film war sowas von an den Haaren herbei gezogen, dass es einem davor grauste. Ne es grauste einem eigentlich nicht, es war schlicht weg unrealistisch. Letzten Endes war der Film um kurz vor 5 aus. Danach war Schlafen an der Tagesordnung.

Man könnte es eher als Holzmachen bezeichnen, als Schlafen. Es wurden doch tatsächlich ein paar Ster, ich möchte jetzt nicht sagen, den halben Regenwald, abgeholzt. Ich bin vermutlich um ca. halb 6 eingeschlafen. Jedoch nicht sehr tief. Denn alle 1/4h wachte ich wieder auf. Um 9 Uhr habe ich es dann endgültig aufgeben zu schlafen. Erst lag ich nur so da, bis ich mir dann meinen Laptop krallte und im Internet Zabex Seite zu Gemüte führte. Ich muss sagen, der Typ ist knall hart. Selbst in der Arbeit experimentiert er noch rum.

Gut um 12Uhr waren dann die anderen auch soweit wach, ich frage mich, wie die es bei dem Gesäge ausgehalten haben zu schlafen. Aber egal. Dann wurde via Chat/Forum hier und dort geschrieben. Um dann um kurz vor 14 Uhr den Nächst gelegenen MC-Fastfood unsicher zu machen. Ich hasse das Zeug zwar, aber ab und zu geht es.

Danach wurden dann in der Staudenrauchstraße die „Koffer“ so weit gepackt, dass man mehr oder weniger nur noch ins Auto einsteigen musste um nach Hause zu kommen. Um ca. 16Uhr war dann die erste Aufbruchsstimmung. Sebastian und Ich verabschiedeten uns von Censers Eltern. Dann ging es zu einer alten Bundewehrkaserne.

Dort wurde erst mal die noch vorhandene el. Installation untersucht, und ein paar, als noch brauchbar erscheinende Teile ausgebaut. Insgesamt sprangen dort 6 Amperemeter 2 Voltmeter, ein Stromzähler, ein paar Schalter und Schütze raus.

Um 17 Uhr Ortszeit. Waren wir wieder aus dem Gebäude draußen, unterhielten uns, und verabschiedeten uns. Dann ging es nach Hause. Die Autofahrt verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Etwas langsamer als geplant, aber was will man machen, wenn es um 0 Grad hat und die Straße leicht gefroren ausschaut? Nach einer guten Stunde war dann Ausladen des ersten Teils angesagt. Nach einer weiteren halben Stunde war dann auch wieder ich daheim. Und lud mein Gerümpel aus. Ich muss sagen, die Rampe hat einiges mitgemacht.

So heute, den 3.1.2009 habe ich mich mal dem Voltmeter angenommen. Erst mal das Zeug vom Kasernen staub befreit. Ich sag euch, der Staub ist extrem aggressiv. Nicht dass er ätzend ist, aber er lässt sich nur sehr schwer wieder von den Händen entfernen. Aber nach 5 min Putzen war der Dreck außen weg.

Dreck zum Quadrat!

Das ist echt hard. Der Dreck soll runter?

Aber es geht. Aber warum zum Teufel kommt IN das Voltmeter der Dreck rein?

selbst die Katen wurden wieder annähernd weiß.

Dann habe ich festgestellt, dass IN dem Voltmeter auch noch Dreck ist. Wie der dort reinkommt ist mir ein Rätsel, aber egal. Das Teil aufgeschraubt und auch dort gesäubert.

Selbst im Voltmeter ist der Dreck trumpf.

extrem Verschmutzung!!

Wer zum Teufel hat dort eigentlich noch eine Kante eingelassen, in der sich noch Dreck sammeln kann? Egal. WD40 sollte Wunder wirken, tat es aber nicht. Also eine alter Bürste gesucht und geschrubbt. Der Dreck ist weg.

Lecker, WD40 Saft mit Dreck vermischt.

Nun sollten die Kontakte wieder flott gemacht werden. Einen Anschluss habe ich gute wegbekommen, aber der andere wollte nicht. WD40 half auch nichts, den die Schraub brach einfach ab. So ein Dreck. Mal schauen ob ich aufbohre und ein neues Gewinde schneide oder eine andere Lösung anstrebe.

So ne Sauerei, hat sich doch glatt die Schaube gelöst, aber leider nur der Kopf 🙁

Nach sorgfältigem trocknen, leichten schmieren mit WD40, was sonst, ist die Kiste nun wieder zusammengebaut.

Neuer Einsatzort: Aufrüsten auf 4kV Spannungsfestigkeit, und Einsatz in der neuen geplanten/sich im Bau Befindenden Capbank.

wieder im neuen Glanz. Leider scheint es so, als hätte es ein paar Grad zu viel abbekommen. Mal schauen vielleicht ersetzte ich das Gehäuse noch durch eins von den Ampermetern.

Das war Silvester 09/10

Gruß

Michael

PS: Ich stell nun die Rampe so wie sie ist zum Verkauf. Wer sie haben will soll sich bis 30.1.2010 bei mir melden. Ich schlag mal Preislich 30€ plus Versand vor.

Geschrieben von michael @die-frickler.org

am 3. Januar 2010 um 20:42 Uhr

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