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Capbank – Wieder mobil

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Hi Basteler,

heute hab ich meine USV unter den Arm gepackt und es ging ab in den Keller. Das gute Stück einfach mal vor die Capbank gehängt und angeschalten.

Die 12V stehen astrein zur verfügung, die 36V fulppen auch prima. Dann kam der super Test: Packt das Teil auch den Lademot? Also alle Kabel angeschlossen hier und dort noch mal eine Verbindung nachgezogen und dann war es soweit: Das Laden konnte losgehen. Mot an — flup das wars. Aber die USV läuft doch noch. Wo ist da jetzt das Problem?

Leider musste ich feststellen, dass mal wieder einer der Diodenstränge das Zeitliche gesagnet hat und in beide Richtungen nun durchlässig ist. Tjo, das wars dann, leider nix mit testen ob die USV die 400W vom Mot packt. Aber ich wäre ja kein Frickler, wenn ich nicht doch noch eine Idee haben würde. Also den Mot soweit von der Capbank abgeklemmt, dass man mit ihm rum Arcen kann. Zum vergleich hab ich erstmal mit 230V 50Hz sinus, dem zeug was halt aus der Steckdose kommt gearct. Naja, 1-1,5 cm mehr war nicht drin. Dann hab ich den Stecker aus der Dose gezogen und die USV sprang sofort an und ich konnte weiter Arcen. Aber was war das? Aus den 1-1,5cm micro Arcs wurden schlagartig 5-8cm lange weiß/gelbe Arcs. Jetzt war mir auch klar, warum die Dioden hinüber sind. Mit USV ist ein MOT noch böser als direkt am Stromnetz.

Der Sache musste ich dann genau auf den Grund gehen. Auf dem Karton der USV steht was von „modifiziertem Sinus“ keine Ahnung was das ist, aber ein Blick auf das Oszi sagte mir dann alles: Ein Rechteck mit 40:60 Tastverhältniss. Das erklärt auch, warum mit der USV alle Trafogeräte so blöd anfangen zu kreischen.

Gut was lernen wir daraus: USV + MOT = potentieller Anwerter zur Weltherrschaft? Nein mal im Ernst. Es ist irgendwo auch logisch, warum das ganze solche Ausmaße hat. Die USV ballert auf den MOT mit einem Rechteck. Der MOT ist im Grunde nix anderes als eine Spule. Was passiert in der Spule, wenn man sie mit einer Wechselspannung (Form egal) füttert? Sie baut ständig ein Magnetfeld auf, welches dem Stromfluss entgegen wirken soll, und dieses beim abklingen der Spannung wieder ab. So, nun beim Sinus: Da wird das Magnetfeldt langsam aufgebaut, und wieder abgebaut. Beim Rechteck dagegen ist schlagartig der Strom da, und somit muss schlagartig das Magnetfeld wirken. Sprich es baut sich ein verdammt großes Magnetfeld auf. So, auf der anderen Seite des Trafos ist auch eine Spule. In der passiert genau das umgekerhte. Es wird ein Strom in der Spule induziert, um den Magnetfeld entgegen zu wirken. Beim Sinus baut sich der Strom langsam auf und wieder ab. Beim Rechteck auf der Primärseite kommt am Ende auch wieder ein Rechteck auf der Sekundärseite raus. Aber nach dem er so plötzlich von 0 auf Umax wechselt, passiert das auch auf der anderen Seite. Bamm volle Pulle auf der anderen Seite. Und Bamm wieder Null. Das im 50Hz Rythmus, da geht dann was. So Ende der Theorie.

Jetzt heißt es erstmal einen Fetteren Diodenstrang zu bauen, diesen einzubauen und weiter zu testen.

Wobei, ich hab dabei gleich noch den Notaus geschrottet. Hat sich ein Kabelschuh von dannen gemacht. Wolle ich eh umbauen auf Pneumatik von daher, ist es ganz recht, wenn er kaputt ist, dann hab ich wenigstens einen Grund, einen neuen zu bauen.

So, demnächst wieder was neues von der Capbank. Mal schauen wann ich Zeit habe 🙂 (ABI ist ja done, jetzt hab ich ja theoretisch allezeit der Welt, wenn da nicht noch die Eltern wären und andere Dinge)

Gruß

Michael

Geschrieben von michael @die-frickler.org

am 5. Juni 2010 um 22:25 Uhr

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